Die Nachmittagsgestaltung an der Praxisvolksschule ist ein wesentlicher Bestandteil des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrags. Im Rahmen der pädagogischen, organisatorischen und didaktischen Schulautonomie nutzt die Schule ihren Gestaltungsspielraum, um mit der täglichen Atelierarbeit einen strukturierten pädagogischen Rahmen für Begabungs- und Interessensförderung, individuelle Entwicklungsbegleitung sowie ganzheitliches Lernen zu schaffen.
Die Ateliers bieten Kindern am Nachmittag Zeit und Raum für vertieftes, handlungsorientiertes Lernen. Sie fördern Selbstständigkeit, Selbstwirksamkeit, Kreativität sowie soziale und emotionale Kompetenzen und ermöglichen Lernprozesse jenseits eines leistungsorientierten Unterrichtssettings.
Im Sinne der organisatorischen Schulautonomie gestaltet die Schule die Nachmittagsbetreuung eigenverantwortlich.
Durch diese Struktur wird eine verlässliche, bedarfsorientierte und qualitätsvolle Nachmittagsgestaltung gewährleistet.
Die Atelierarbeit basiert auf einem inklusiven, ressourcenorientierten und kindzentrierten Ansatz, der im Rahmen der pädagogischen Autonomie der Schule entwickelt wurde. Die Vielfalt an Begabungen, Interessen und Entwicklungsständen der Kinder wird als Stärke verstanden und gezielt gefördert.
Zentrale pädagogische Leitprinzipien sind:
Im Rahmen der didaktischen Schulautonomie entscheidet die Schule über Inhalte, Methoden und thematische Schwerpunkte der Ateliers. Diese orientieren sich an den Interessen der Kinder, an pädagogischen Zielsetzungen sowie an den Kompetenzen des pädagogischen Teams.
Mögliche Themenfelder sind:
Die Themen können projektartig oder über längere Zeiträume hinweg bearbeitet werden.
Die Atelierarbeit ist durch offene, differenzierte und prozessorientierte Lernformen gekennzeichnet. Die Kinder arbeiten eigenständig, in Kleingruppen oder im gemeinsamen Austausch.
Die Lehrpersonen tragen die pädagogische Gesamtverantwortung und gestalten im Rahmen ihrer didaktischen Autonomie den Lernrahmen sowie gezielte Impulse.
Die Freizeitpädagoginnen und Freizeitpädagogen unterstützen insbesondere die individuelle Begleitung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen, die Strukturierung von Lern- und Sozialprozessen, die Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen sowie die Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team.
Die Ateliers sind Ausdruck gelebter Schulautonomie und leisten einen wichtigen Beitrag zur Profilbildung und Qualitätsentwicklung der Praxisvolksschule. Sie verbinden Betreuung und Bildung, stärken inklusive Schulentwicklung und ermöglichen innovative pädagogische Lernsettings.
Als Praxisvolksschule werden die Atelierformate regelmäßig reflektiert und weiterentwickelt. Erkenntnisse aus der Praxis fließen in die schulische Qualitätsarbeit sowie in die Ausbildung angehender Pädagoginnen und Pädagogen ein.
Die täglichen Ateliers in der Nachmittagsgestaltung sind ein tragender Bestandteil des pädagogischen Gesamtkonzepts der Praxisvolksschule. Durch die bewusste Nutzung der Schulautonomie, klare organisatorische Strukturen, eine inklusive Grundhaltung sowie die Zusammenarbeit von Lehrpersonen und Freizeitpädagogik wird eine hochwertige, stärkenorientierte und kindgerechte Förderung aller Schülerinnen und Schüler gewährleistet.